Ostersonntag fällt dieses Jahr auf den 5. April. Urbano präsentiert Angeberwissen fürs Familientreffen

Basiswissen

Da jeder Fünfte bei einer Befragung nicht sagen konnte, wieso wir Ostern feiern, hier das Wichtigste in Kürze. Ostern ist das höchste christliche Fest, bei dem die Auferstehung Jesu gefeiert wird. Gleichzeitig markiert es das Ende der Fastenzeit. Das Fest ist datumstechnisch beweglich und wird immer an dem Sonntag, der dem ersten Frühlings-Vollmond folgt, gefeiert. Das Ei ist dabei Symbol für die Auferstehung Jesu; die harte Schale steht für das verschlossene Grab, das Aufbrechen des Eis symbolisiert das Öffnen des Grabes.

Osterhase schlägt Weihnachtsmann

Die Zahlen sind gleichermaßen beeindruckend, am Ende aber haben die im vergangenen Jahr in Deutschland produzierten Schoko-Osterhasen (ca. 230 Millionen) die Nase vorn gegenüber den Weihnachtsmännern (ca. 170 Millionen). Der größte Schokohase übrigens misst 4,52 Meter, wiegt mehr als vier Tonnen und wurde 2017 von neun Schokoladen-Herstellern in Gemeinschaftsproduktion angefertigt. Übrigens: Dass Schoko- Weihnachtsmänner drei Monate später umverpackt als Hasen in den Regalen stehen, ist ein Mythos – anderes würde das Lebensmittelgesetz auch nicht zulassen.

Oster-Post

Der Osterhase freut sich über geschriebene Briefe oder gemalte Bilder von Kindern. Die Deutsche Post schreibt auf ihrer Website: „Er liest jede Osterkarte aufmerksam und antwortet garantiert.“ Jedes Kind erhält neben dem Antwortbrief auch eine kleine Überraschung. Die Adresse des Osterhasen (unbedingt bis eine Woche vor Karfreitag einwerfen): Hanni Hase, Am Waldrand 12, 27404 Ostereistedt.

Tierische Unterstützung

Der Osterhasen-Brauch kommt aus Deutschland, genauer gesagt aus der Pfalz und dem Elsass, hat sich aber seit dem 17. Jahrhundert auch dank deutscher Auswanderer in Europa und Nordamerika verbreitet. In Australien gelten Hasen als Plage – wenig verwunderlich, dass dort ein Beuteltier die Eier bringt. In anderen Ländern ist es der Fuchs, der Storch oder der Kuckuck.

Mit Essen spielt man nicht – oder doch?

Gekochte Eier, wohin man sieht an Ostern – kein Wunder, dass sich im Laufe der Jahrhunderte diverse Spiele rund ums Ei entwickelt haben. Beim Eiertitschen duellieren sich zwei Personen, jeweils mit einem hart gekochten Osterei ‚bewaffnet‘, und titschen beide Eier Spitze an Spitze aufeinander. Irgendwann – oft schon beim ersten Versuch – zerbricht eine der Schalen, der Verlierer steht fest. Beim Eierrollen (meist in hügeligeren Regionen als dem Niederrhein gespielt) gibt es viele unterschiedliche Spielarten, bei denen es entweder darum geht, wessen Ei am weitesten einen Hang herunterrollt – oder wem es ähnlich wie beim Boule am besten gelingt, ein Ei möglichst nah an ein bestimmtes Ziel zu rollen.

Sven Platen