Was kann KI heute wirklich? Ein Selbstversuch zwischen Spotify-Playlist, Sprachassistenten und ChatGPT
„Künstliche Intelligenz (KI) ist längst kein Zukunftstraum mehr, sondern Alltagshilfe. Von der Arbeit bis zum Privatleben – KI-Technologien unterstützen uns bei verschiedenen Aufgaben.“ Diese beiden Einführungssätze sind der beste Beweis dafür – denn schließlich sind sie quasi das Ergebnis einer Auftragsarbeit an die KI-Software Meta AI. Der Auftrag war: „Schreibe einen kurzen journalistischen Text darüber, was die KI für einen im Alltag erledigen kann.“ Nun brauchen wir keine KI, um zu wissen, dass Urbano-Leser anspruchsvoll sind und vom Menschen erdachte Texte lesen wollen. Auch Texte, die sich mit der KI beschäftigen. Deswegen hat sich ein leibhaftiger Urbano-Autor aus Fleisch und Blut hingesetzt, um unterschiedliche KI-Funktionen auf ihre Alltagstauglichkeit hin zu testen. Ein Mensch, der weiß, dass man einen Begriff wie ‚Künstliche Intelligenz‘ am Anfang einmal verständlich formulieren muss – so, wie es keine Maschine kann, sondern nur ein Mensch. Denn KI ist nichts weiter als die Fähigkeit einer programmierbaren Maschine, innerhalb eines vordefinierten Einsatzgebietes und auf Basis zuvor gesammelter Informationen sinnvolle Entscheidungen zu treffen.
Sprachassistenten
Siri und Alexa sind längst gute Mitbewohner geworden. Mitbewohner, die nichts dreckig machen und keine Fragen stellen – bestenfalls Rückfragen. Die KI-basierten Sprachassistenten sind kleine Lautsprecher, die im Raum stehen, gesprochene Befehle verstehen und diverse Aufgaben ausführen können – etwa Musik abspielen, Fragen nach dem Wetter beantworten oder auch Small Talk führen. Eine immer freundliche Stimme antwortet dann möglichst serviceorientiert. Geheimtipps für den nächsten Auftrag: „Alexa, jodel‘ mal!“, „Alexa, kannst du Beatboxen?“ oder natürlich: „Alexa, was hältst du von deiner Apple-Konkurrentin Siri?“
Empfehlungen der Streamingdienste
Schon mal den ‚Mix der Woche‘ auf Spotify gehört? Basierend auf dem bisherigen Hörverhalten kann sich jeder Nutzer einmal die Woche eine neu zusammengestellte Playlist anhören – mit Liedern, die zu einem passen. Zumindest denkt Spotify das. Weil man in den vergangenen 14 Tagen zwar Green Day und Metallica gehört hat, aber auch Adele sowie Benjamin Blümchen, entsteht eine wilde Playlist aus Kinderliedern, Schnulzen und harten Gitarrenriffs. Die beiden Rockbands habe ich zu verantworten. Adele allerdings meine Frau und die Abenteuer des sprechenden Elefanten natürlich der Nachwuchs. Das alles hören wir über einen Account. Die KI hört mit – weiß aber natürlich nicht, dass jetzt nur noch ich im Auto sitze und am liebsten am Steuer abrocken würde.
ChatGPT hilft bei der Urlaubssuche
ChatGPT kann Fragen beantworten, Texte schreiben und komplexe Aufgaben bearbeiten. Ist ein bisschen wie Googeln für Fortgeschrittene und soll fungieren wie ein guter Ratschlag-Geber. Da ich mich im Alltag schlecht entscheiden kann, sollte man meinen, dass einem eine Software wie ChatGPT wie gerufen kommt. Manchmal hilft sie aber auch nicht. Beispiel: Ich gebe in die Suchmaske ein: „Wir möchten in den Urlaub. In die Sonne, mit Bergen und gutem Essen.“ Wie gesagt, ich kann mich nicht gut entscheiden – nach der Antwort von ChatGPT bin ich aber auch nicht schlauer. Das Ergebnis: „Hier sind ein paar Reiseziele: Italien, Schweiz, Spanien, Frankreich.“ Das Ganze ist zwar garniert mit ausführlichen Ratschlägen. ChatGPT schlägt mir also halb Europa vor – wirklich weiter bin ich aber nicht.
Chat GPT als Hausaufgabenhilfe
Das Internet ist natürlich eine großartige Recherchehilfe für Schüler und Studenten – auch für die ganz faulen. Denn schließlich ist es seit Jahren ein Archiv von abertausenden Referaten oder Hausarbeiten, die man sich einfach so herunterladen kann. Das kann eine große Gefahr sein – denn wer eine fremde Hausarbeit, die er im Netz gefunden hat, eins zu eins übernimmt und als seine verkauft, der muss nichts lernen und wird demnach auch nicht schlauer. ChatGPT kann sogar problemlos nach wenigen Aufforderungen ein ganzes Referat erstellen. Die Lehrer sind aber auch nicht tatenlos – eine Software von ChatGPT kann genau das überprüfen: nämlich ob eine Arbeit mit KI erstellt wurde oder ohne. Das Lernen der Zukunft soll sich ohnehin ändern: Schüler werden sich mehr erklären müssen und Dinge ohne schriftliche Dokumente präsentieren. Da hilft dann auch die KI nicht.
Ein KI-smartes Zuhause
Den Staubsaug-Roboter gibt es nun schon einige Jahre, auch digitale Zeitschaltuhren, die Licht und Fenster-Rollläden nach Programmierung bewegen, ohne dass der Mensch jedes Mal eingreifen muss. Das Ganze gibt es aber mittlerweile auch KI-basiert – unsere kleinen digitalen Helferlein aus der Zukunft ‚lernen‘ also und treffen Entscheidungen aufgrund von Erfahrungswerten. So könnte sich die Heizung auf Basis der Gewohnheiten und Vorlieben der Bewohner anpassen – oder Nachschub für den Kühlschrank bestellt werden. Oder: Die Kaffeemaschine wird aktiviert, sobald der Rollladen im Schlafzimmer hochfährt. Natürlich nur dann, wenn niemand im Urlaub ist.
Fazit, dieses Mal von GPT geschrieben
„Insgesamt ist dein Text ein guter, unterhaltsamer Einstieg in das Thema KI im Alltag. Er eignet sich besonders gut für eine Zielgruppe, die sich für Technik interessiert, aber keine technischen Vorkenntnisse hat. Mit etwas mehr redaktionellem Feinschliff – besonders bei Fachbegriffen und Struktur – lässt er sich jedoch noch klarer und überzeugender gestalten. Wenn du möchtest, helfe ich dir gerne, den Text überarbeitet und fehlerfrei neu zu formulieren.“ Nein danke, irgendwann ist auch mal gut. Dennoch: Danke, Chat GPT!
Sven Platen




