Seit fast zehn Jahren sind die Brüder Moritz und Felix Otten sowie Daniel Panitz im Sockengeschäft. Mit ihrer Marke J. Clay erobern sie die Welt der modischen Fußbekleidung von ihren Geschäftsräumen im Monforts-Quartier aus.

Als Boris Becker und Steffi Graf die Tenniswelt noch anführten, bekam auch die Tennissocke ein Stück des Ruhms ab, Sie avancierte zu einem äußerst beliebten modischen Accessoire. Wenn man auf das Sortiment von J. Clay schaut, erinnert das an diese Zeiten. Doch wer die Socken des Mönchengladbacher Unternehmens fühlt und trägt, merkt schnell, dass die Fußbekleidung der Gegenwart nichts mit den kratzigen Exemplaren der 1980er Jahre zu tun hat.

Weich kommen sie daher, wie eine Streicheleinheit für den Fuß. Anschmiegsam umschließen sie den Fuß, das Gummi nicht zu fest, aber sicher. Die Ferse sitzt da, wo sie sitzen soll und verrutscht weder im Sneaker noch im Barfußschuh. Die Vorliebe für Sneaker brachte Moritz Otten auch auf die Idee, sich näher mit der Socke zu beschäftigen. „Es gab in dem Bereich noch nicht so viel“, erinnert er sich.

Ein Umstand, den der 42-jährige Grafik-Designer 2017 mit der Gründung seines Unternehmens änderte. Die weiße Socke ist die Basis, die mit Sprüchen und Designs aufgepeppt wird. Neue Ideen dafür zu finden war nie ein Problem. Der Alltag, Musik und soziale Medien liefern viele Inspirationen. „Die erste Schwierigkeit war, einen Produzenten zu finden“, sagt Felix Otten (43), der später in das Geschäft mit seinem Bruder einstieg. Über einen Freund kam der Kontakt zu Produzenten in China zustande.

„Vor Corona haben wir die Produktion nach Portugal verlegt“, sagt Moritz Otten. Dass das Unternehmen die Pandemie gut überstanden hat, ist neben dem Coolness-Faktor der Socken auch dieser Entscheidung zu verdanken. „Im Bereich sportliche Socke sind wir ganz gut unterwegs“, sagt er. Längst bietet das Unternehmen nicht nur die Tennissocken mit Schriftzügen wie ‚Hakuna Matata‘, ‚Pizza, Party und Amore‘ oder ‚Coffee is Life‘ an. Auf den Socken tummeln sich Herzen, Dinos, Smileys und Lamas.

Besonders beliebt sind die Exemplare mit Leopardenmuster am Bund, das beim Tragen über dem Sneaker-Rand sichtbar wird. Auch Family-Packs, die dasselbe Design für Erwachsene und Kinder haben, werden oft bestellt. Neben dem Online-Shop werden die Socken in Deutschland in 200 Stores vertrieben. „In Italien habe ich jemanden am Gardasee mit unseren Socken gesehen“, sagt Daniel Panitz. „Das ist schon ein gutes Gefühl.“ Der 35-Jährige ist für das Marketing verantwortlich.

Das Gefühl wird nun mit neuen Produkten erweitert. Passend zu den Socken gibt es die ersten Tassen, T-Shirts und Kappen in der Kollektion.

Garnet Manecke

www.jclay-socks.com