Die Fensterbilder sind ein Versprechen auf das, was im Gebäude zu finden ist. Großformatige Fotos zeigen Bekleidung, Porzellan, Bücher und Möbel. In den neuen Räumen an der Theodor-Heuss-Straße sind die drei Hephata-Shops aus Rheydt und Mönchengladbach nun zu einem verschmolzen. Das Konzept aber ist geblieben: ein Secondhand-Verkauf, der für jeden etwas bietet.
Goldene Loafer, die jedes Casual-Outfit veredeln, luftige Sommerkleider und trendige Sonnenbrillen, ein festliches Geschirr mit Efeu- Dekor oder Gläser mit besonderem Schliff: Im neuen Secondhand- Shop können die Kunden so manches Schätzchen zu kleinem Preis entdecken. „Jeder kann bei uns einkaufen“, sagt Abteilungsleiterin Elke Ipp.
So ist auch das Publikum sehr gemischt, das durch die Räume geht. Ein junger Mann sucht nach einem neuen Tisch für seine Wohnung, Mütter schauen nach Kinderkleidung und Musikliebhaber gehen die CD-Sammlung durch. Manche kaufen hier ein, weil ihnen das Thema Nachhaltigkeit wichtig ist. Bei anderen ist das Budget zu klein, um sich etwas Neues zu kaufen. Beide Gruppen eint, dass sie sich freuen, hier Qualität zu einem kleinen Preis zu bekommen. Getreu dem Hephata-Motto ‚2. Hand, 1. Wahl‘.
Wer zu welcher Gruppe gehört, sieht man niemandem an. Es muss sich ja keiner ausweisen. Das ist auch das Prinzip bei den Beschäftigten. Denn der Hephata-Shop ist ein Inklusionsbetrieb. Wer hier arbeitet, hat einen Schwerbehindertenstatus. Weil die Behinderung oft nicht sichtbar ist, merken die Kunden nichts davon. „Wir sind keine Werkstatt“, sagt Elke Ipp. „Wer bei uns arbeitet, ist fähig, in Jobs Verantwortung zu übernehmen.“ Deshalb sind auch alle Mitarbeitenden in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen.
Zwar ist der neue Standort seit Anfang März geöffnet, die offizielle Eröffnungsfeier steht aber noch aus. Das liegt daran, dass zuerst das Team von der Rheydter Straße in die neuen Räume gezogen ist. Erst Ende April ist die Mannschaft von der Odenkirchener Straße nachgekommen. Diese zwei Standorte sind inzwischen geschlossen. Ende Juni wird das Team von der Albertusstraße umziehen.
Der neue Standort in einem früheren Möbelhaus bietet einige Vorteile. Zum einen sind die Räume über eine breite Rampe barrierefrei zu erreichen. Kunden mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator kommen hier bequem durch die breite Glastür. Auch in den Räumen gibt es zwischen den Abteilungen keine Stufen. Direkt am Haus und in der Umgebung sind reichlich Parkplätze vorhanden. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Geschäft ebenfalls gut zu erreichen. Die gute Anbindung erleichtert es auch Spendern, ihre gut erhaltenen Sachen dort abzugeben.
Garnet Manecke




